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Hofmann, Hermann: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Hermann Hofmann''' (* 19.5.1903 in Seftigen; † 6.7.1998 in Uetendorf) Lehrer
'''Hermann Hofmann''' (* 19.5.1903 in Seftigen; † 6.7.1998 in Uetendorf) Lehrer, Heimatschriftsteller


Mitglied im Berner Schriftstellerinnen und Schriftsteller Verein (BSV).
Mitglied im Berner Schriftstellerinnen und Schriftsteller Verein (BSV).


== Leben ==
== Leben ==
Der Uetendorfer Heimatdichter und -schriftsteller Hermann Hofmann konnte am 19. Mai 1993 ein wohl nicht gerade alltägliches Doppeljubiläum feiern: Er wurde 90 Jahre alt und konnte zugleich auf 70 Jahre publizistische Tätigkeit zurückblicken, notabene bei voller Rüstigkeit.
"Sein Vater war jahrelang gelähmt. So lernte Hermann Hofmann schon in frühen Jugendjahren auf dem kleinen Bauernhof in Seftigen, wo er vor hundert Jahren am 19. Mai 1903 geboren worden war und zur Schule ging, den Ernst des Lebens kennen. Naturnähe und frühe Verantwortung haben ihn damals geprägt.
Geboren in Seftigen im Gürbetal, wechselte er später in die im Aaretal gelegene Nachbargemeinde Uetendorf, wo er über vierzig Jahre als geschätzter Lehrer wirkte. Daneben schuf er sich einen Namen als Zeitungskorrespondent, Radiomitarbeiter, Lokalhistoriker und Schriftsteller. Zudem widmete er sich zeitlebens einer ganzen Reihe ehrenamtlicher Tätigkeiten.
 
"Aus dem ganzen Schrifttum", schrieb eine grosse Tageszeitung, "und aus den kunstvoll komponierten Gedichten leuchtet die grosse Liebe des Autors zu seiner Heimat und zur Familie, zum Bergland, zur Natur und zu den Tieren".
Während über vierzig Jahren wirkte er dann als Lehrer im Nachbardorf Uetendorf. Er war noch ein Dorfschulmeister von altem Schrot und Korn, streng, aber gerecht - und vielleicht gerade deshalb geschätzt, auch von den Schülern selber, die ihn noch im hohen Alter aus allen Ecken der Welt besuchen kamen.  
Auch heute noch, mit über neunzig Jahren, setzt Hermann Hofmann fast täglich seine alte, mechanische Schreibmaschine in Bewegung, um Gedanken zu Papier zu bringen. (Quelle: Heini Hofmann, ca. 1994)
Zeitlebens hat Hermann Hofmann all seine Schaffenskraft in den Dienst anderer gestellt: in der Schule, in der Gemeinde, in Vereinen und Institutionen, aber auch in der Armee.(...)
 
Neben und nach seiner beruflichen Tätigkeit als Lehrer schuf sich Hermann Hofmann einen Namen als Zeitungskorrespondent, Radiomitarbeiter und Lokalhistoriker, vor allem aber als Heimatschriftsteller und -dichter. Während sieben (!) Jahrzehnten war er publizistisch tätig, und geschrieben hat er alles auf seiner alten, mechanischen Schreibmaschine.
 
Treues Dienen und uneigennütziges Helfen prägten Hermann Hofmanns Lebensweg bis zuletzt. So half er - hochbetagt - auch noch seine erkrankte Frau Rösli pflegen, die ihn umgekehrt helfend durchs ganze Leben begleitet hatte, und selbst in den letzten Jahren, die er im Rollstuhl verbringen musste, erfreute er andere, noch schwerer Kranke, mit Singen und Rezitieren. Am 6. Juli 1998 nahm dieses reicherfüllte Leben, das Pflichtbewusstsein und Veran (Quelle: Heini Hofmann, Sohn, in ''Jahrbuch vom Thuner- und Brienzersee, 2003, S. 29-31)


== Weblinks UB Bern ==
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Version vom 4. November 2011, 10:12 Uhr

Hermann Hofmann (* 19.5.1903 in Seftigen; † 6.7.1998 in Uetendorf) Lehrer, Heimatschriftsteller

Mitglied im Berner Schriftstellerinnen und Schriftsteller Verein (BSV).

Leben

"Sein Vater war jahrelang gelähmt. So lernte Hermann Hofmann schon in frühen Jugendjahren auf dem kleinen Bauernhof in Seftigen, wo er vor hundert Jahren am 19. Mai 1903 geboren worden war und zur Schule ging, den Ernst des Lebens kennen. Naturnähe und frühe Verantwortung haben ihn damals geprägt.

Während über vierzig Jahren wirkte er dann als Lehrer im Nachbardorf Uetendorf. Er war noch ein Dorfschulmeister von altem Schrot und Korn, streng, aber gerecht - und vielleicht gerade deshalb geschätzt, auch von den Schülern selber, die ihn noch im hohen Alter aus allen Ecken der Welt besuchen kamen. Zeitlebens hat Hermann Hofmann all seine Schaffenskraft in den Dienst anderer gestellt: in der Schule, in der Gemeinde, in Vereinen und Institutionen, aber auch in der Armee.(...)

Neben und nach seiner beruflichen Tätigkeit als Lehrer schuf sich Hermann Hofmann einen Namen als Zeitungskorrespondent, Radiomitarbeiter und Lokalhistoriker, vor allem aber als Heimatschriftsteller und -dichter. Während sieben (!) Jahrzehnten war er publizistisch tätig, und geschrieben hat er alles auf seiner alten, mechanischen Schreibmaschine.

Treues Dienen und uneigennütziges Helfen prägten Hermann Hofmanns Lebensweg bis zuletzt. So half er - hochbetagt - auch noch seine erkrankte Frau Rösli pflegen, die ihn umgekehrt helfend durchs ganze Leben begleitet hatte, und selbst in den letzten Jahren, die er im Rollstuhl verbringen musste, erfreute er andere, noch schwerer Kranke, mit Singen und Rezitieren. Am 6. Juli 1998 nahm dieses reicherfüllte Leben, das Pflichtbewusstsein und Veran (Quelle: Heini Hofmann, Sohn, in Jahrbuch vom Thuner- und Brienzersee, 2003, S. 29-31)

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Quellen