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Heimann, Erwin: Unterschied zwischen den Versionen

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<!--schweizbezogen-->'''Erwin Heimann''' (* [[20. Februar]] [[1909]] in [[Bern]]; † [[21. August]] [[1991]] in [[Heiligenschwendi]] im [[Kanton Bern]]) war ein Schweizer Schriftsteller. Er wurde als Verfasser von Romanen (auf deutsch) sowie Erzählungen und Hörspielen in [[Berndeutsch|Berner Mundart]] bekannt.
<!--schweizbezogen-->'''Erwin Heimann''' (* 20. Februar 1909 in Bern; † 21. August 1991 in Heiligenschwendi im Kanton Bern) war ein Schweizer Schriftsteller.  
 
Mitglied im Berner Schriftstellerinnen und Schriftsteller Verein (BSV).


== Leben ==
== Leben ==
Erwin Heimann wurde am 20. Februar 1909 als Sohn eines Eisenbahners in Bern geboren. Nach der [[Sekundarschule]] absolvierte er eine Lehre als Heizungsmonteur. Zwischen 1930 und 1933 hielt er sich in Paris auf. Arbeitslos geworden, verfasste er Reportagen und Feuilletons für diverse Schweizer Zeitungen. Während seines Aufenthalts schrieb er seinen ersten Roman ''Wir Menschen'', der dann 1935 in Bern erschien. Das Buch wurde in Deutschland aus politischen und in Österreich aus sittlichen Gründen verboten; Heimann machte sich damit einen Namen als [[Arbeiterliteratur|Arbeiterschriftsteller]].
Erwin Heimann wurde am 20. Februar 1909 als Sohn eines Eisenbahners in Bern geboren. Nach der Sekundarschule absolvierte er eine Lehre als Heizungsmonteur. Zwischen 1930 und 1933 hielt er sich in Paris auf. Arbeitslos geworden, verfasste er Reportagen und Feuilletons für diverse Schweizer Zeitungen. Während seines Aufenthalts schrieb er seinen ersten Roman ''Wir Menschen'', der dann 1935 in Bern erschien. Das Buch wurde in Deutschland aus politischen und in Österreich aus sittlichen Gründen verboten; Heimann machte sich damit einen Namen als Arbeiterschriftsteller.
 
1936 heiratete er die Kinderbuchautorin Gertrud Heizmann; 1937 wurde ihr Sohn Alexander  geboren, der später Krimi-Autor werden sollte. 1946 wurde Erwin Heimann Lektor im Verlag Francke in Bern. Er gab die Werkausgabe Simon Gfellers mit heraus und erstellte 1956 ein ''Vollständiges Verlagsverzeichnis'' für seinen Arbeitgeber. Von 1956 bis 1963 zeichnete Heimann für die Öffentlichkeitsarbeit der Städtischen Verkehrsbetriebe Bern verantwortlich. Freier Schriftsteller war er ab 1963; er arbeitete auch für diverse Zeitungen und das Schweizer Radio DRS. Für seinen langjährigen Wohnort Heiligenschwendi ob Thun verfasste er 1985 eine Dorfchronik.


1936 heiratete er die Kinderbuchautorin [[Gertrud Heizmann]]; 1937 wurde ihr Sohn, der Krimi-Autor [[Alexander Heimann]], geboren. 1946 wurde er [[Verlagslektor|Lektor]] im Verlag Francke in Bern. Er gab die Werkausgabe [[Simon Gfeller]]s mit heraus und erstellte 1956 ein ''Vollständiges Verlagsverzeichnis'' für seinen Arbeitgeber. Von 1956 bis 1963 zeichnete Heimann für die [[Öffentlichkeitsarbeit]] der [[Bernmobil|Städtischen Verkehrsbetriebe Bern]] verantwortlich. Freier Schriftsteller war er ab 1963; er arbeitete auch für diverse Zeitungen und das [[Schweizer Radio DRS]]. Für seinen langjährigen Wohnort Heiligenschwendi ob [[Thun]] verfasste er 1985 eine [[Ortsgeschichte|Dorfchronik]].
Erwin Heimann wurde als Verfasser von Romanen (auf deutsch) sowie Erzählungen und Hörspielen in Berner Mundart bekannt.


== Auszeichnungen ==
== Auszeichnungen ==
*Preise der [[Schweizerische Schillerstiftung|Schweizerischen Schillerstiftung]]: 1941, 1946 und 1949
* Preise der Schweizerischen Schillerstiftung: 1941, 1946 und 1949
*Preise des Kantons Bern: 1944, 1957 und 1975
* [http://www.erz.be.ch/erz/de/index/kultur/kulturfoerderung/literatur.html Preise des Kantons Bern] 1944, 1957 und 1975
*[[Literaturpreis der Stadt Bern|Literaturpreise der Stadt Bern]]: 1940, 1950, 1957 und 1975
* [http://www.bern.ch/stadtverwaltung/prd/kultur/foerderung Literaturpreise der Stadt Bern] 1940, 1950, 1957 und 1975
*Schweizerischer Radiopreis: 1962
* Schweizerischer Radiopreis: 1962


== Werke (Auswahl) ==
== Werke (Auswahl) ==
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== Weblinks ==
== Weblinks ==
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* [http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D11928.php Heimann, Erwin] im Historischen Lexikon der Schweiz HLS
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* [http://www.bibliomedia.ch/de/autoren/Heimann_Erwin/212.html Eintrag im Autoren-Verzeichnis] der Stiftung Bibliomedia
*[http://www.bibliomedia.ch/de/autoren/Heimann_Erwin/212.html Eintrag im Autoren-Verzeichnis] der Stiftung [[Bibliomedia]]
* [http://www.linsmayer.ch/autoren/H/HeimannErwin.html Texte zu Erwin Heimann] von Charles Linsmayer
*[http://www.linsmayer.ch/autoren/H/HeimannErwin.html Texte zu Erwin Heimann] von [[Charles Linsmayer]]
* [http://ead.nb.admin.ch/images/lerch/Personen.xml Schweizerisches Literaturarchiv (SLA). Nonkonformismus Archiv Fredi Lerch] - Heimann, Erwin


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Erwin Heimann (* 20.2.1909; † 22.8.1991)
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Mitglied im Berner Schriftstellerinnen und Schriftsteller Verein (BSV).
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Aktuelle Version vom 13. Dezember 2017, 17:26 Uhr

Erwin Heimann (* 20. Februar 1909 in Bern; † 21. August 1991 in Heiligenschwendi im Kanton Bern) war ein Schweizer Schriftsteller.

Mitglied im Berner Schriftstellerinnen und Schriftsteller Verein (BSV).

Leben

Erwin Heimann wurde am 20. Februar 1909 als Sohn eines Eisenbahners in Bern geboren. Nach der Sekundarschule absolvierte er eine Lehre als Heizungsmonteur. Zwischen 1930 und 1933 hielt er sich in Paris auf. Arbeitslos geworden, verfasste er Reportagen und Feuilletons für diverse Schweizer Zeitungen. Während seines Aufenthalts schrieb er seinen ersten Roman Wir Menschen, der dann 1935 in Bern erschien. Das Buch wurde in Deutschland aus politischen und in Österreich aus sittlichen Gründen verboten; Heimann machte sich damit einen Namen als Arbeiterschriftsteller.

1936 heiratete er die Kinderbuchautorin Gertrud Heizmann; 1937 wurde ihr Sohn Alexander geboren, der später Krimi-Autor werden sollte. 1946 wurde Erwin Heimann Lektor im Verlag Francke in Bern. Er gab die Werkausgabe Simon Gfellers mit heraus und erstellte 1956 ein Vollständiges Verlagsverzeichnis für seinen Arbeitgeber. Von 1956 bis 1963 zeichnete Heimann für die Öffentlichkeitsarbeit der Städtischen Verkehrsbetriebe Bern verantwortlich. Freier Schriftsteller war er ab 1963; er arbeitete auch für diverse Zeitungen und das Schweizer Radio DRS. Für seinen langjährigen Wohnort Heiligenschwendi ob Thun verfasste er 1985 eine Dorfchronik.

Erwin Heimann wurde als Verfasser von Romanen (auf deutsch) sowie Erzählungen und Hörspielen in Berner Mundart bekannt.

Auszeichnungen

Werke (Auswahl)

  • Wir Menschen. Autobiographischer Roman. Feuz, Bern 1935
  • Hetze. Roman. Francke, Bern 1937
  • Liebling der Götter. Francke, Bern 1939
  • Der letzte Optimist. Roman. Francke, Bern 1948
  • Hast noch der Söhne ja... Roman. Huber, Frauenfeld 1956
  • D’Röschtiplatte. Erzählungen. Francke, Bern 1956
  • Lichter auf Bern. Ein Führer zu Bern und den Bernern. Haupt, Bern 1959 (bzw. als Privatdruck 1957); 3. durchges. A. ebd. 1976
  • Narren im Netz. Roman. Huber, Frauenfeld 1960
  • Alt und jung. Essay. Viktoria, Bern 1960
  • Vor em Fänschter. Erzählungen. Francke, Bern 1962
  • Wie sie St. Jakob sah. Roman. Viktoria, Bern 1970
  • Bäremutz. Erzählung. Francke, Bern 1972
  • Ein Blick zurück. Mein Leben in meiner Zeit. Autobiographie. Viktoria, Bern 1974
  • Der letzte Optimist. Roman. Francke, Bern 1978
  • Die Gestraften. Ein Weg durch Schuld und Sühne. Viktoria, Bern 1981
  • Der schwierige Eidgenoss. Erzählungen aus dem Soldatenleben. GS-Verlag, Bern 1982
  • Zeichen zur Zeit. Gesammelte Kolumnen 1974–1983. Fischer, Münsingen 1983
  • Wätterluft. Gesammelte Erzählungen. Cosmos, Muri 1989, ISBN 3-305-00059-7

Weblinks

Bestände UB Bern

Quellen