Wittwer, Paul

Paul Wittwer (* 5. Januar 1921 in Konolfingen; † 14. Dezember 1990 in Neuenburg) war ein Schweizer Schriftsteller, Dramatiker und Maler.

Persönlicher Beitrag

Leben

"1959 geboren und als eines von fünf Kindern in Rüderswil im Emmental aufgewachsen, wechselte er in die Schulhäuser Zollbrück für die Se- kundarschule, Burgdorf für das Gymnasium und später Bern für das Medizinstudium. Erst einen Monat vor Uni-Einschreibung entschied er sich für die Medizin. Er dachte eigentlich eher an Physik und Chemie, zu düster aber waren die Labor- und Kellerräume, zuwenig stand für ihn der Mensch im Vordergrund. Und als offene und spontane Person war er sich während der unter- schiedlichen Assistenzzeiten auch immer sicher, dass er sich in jene Fachrichtungen spezialisieren wollte, in denen er gerade tätig war.

Er arbeitete in den Spitälern Burgdorf, Insel und Tiefenau in Bern, und bei jedem Stellenwechsel organisierte er sich ein paar Monate Ferien. 'Ich spürte immer, dass ich viel Zeit für mich und meine Familie brauche – ich musste mir schon immer Freiräume generieren', schildert Paul Wittwer. Und dies war dann auch mitunter ein Grund dafür, dass er sich gegen eine klassische Spital- karriere entschied.

Er wollte selbständiger Arzt werden mit einer eigenen Praxis, wo er sich eben- diese Freiräume einräumen und organisieren kann. 'Zuerst dachte ich, es sei ein Kompromiss, die Wahl zum Allgemeinmediziner anstatt zum Spezialisten. Heute weiss ich die kreative Arbeit der vielen Krankheitsbilder und der unter- schiedlichen Patienten zu schätzen», erklärt er. Seit 12 Jahren ist er einer von drei Hausärzten der Gemeinde Oberburg und führt eine Praxisgemeinschaft – was natürlich organisatorisch auch einige Vorteile mit sich bringt. (...)

'Damals, 1998, in Südfrankreich unter einem schönen Feigenbaum, habe ich die ersten Worte niedergeschrieben', erinnert sich Wittwer. Er schrieb einfach, Wort für Wort, Satz um Satz, ohne zu wissen, wohin das führen wird. Die Geschichte kannte er schon lange in seinen Gedanken, aber ob er jemals das geplante Buch fertigschreiben würde und ob sich überhaupt ein Verlag für seinen Roman interessieren wird – all das wusste er nicht. Er schrieb sie fertig, seine Geschichte über die Missbräuche und Missstände der Medizin, und seine Frau als erste, ein befreundeter Arzt und ein Journalist später dienten als Kritiker. Und nach den üblichen Absagen von grossen Verlagen fand er mit Barbara Hirt vom Berner Nydegg-Verlag die ideale und engagierte Verlegerin für seinen Erstling." (Quelle: Schweizerische Ärztezeitung, 2004, 85, Nr. 43, S. 2322)

Weblinks

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