Weibel, Jürg

Jürg Weibel (* 19. August 1944 in Bern; † 24. Mai 2006 in Basel) war ein Schweizer Lehrer, Journalist und Schriftsteller.

Leben

Jürg Weibel wurde in Bern geboren und studierte erst Medizin, dann Germanistik, Geschichte und Romanistik an der Universität Basel. Er lebte in Basel und war als Gymnasiallehrer, Journalist und Schriftsteller tätig.

Von 1972 bis 1984 war Weibel Mitherausgeber der Schweizer Literaturzeitschrift drehpunkt. Er war Mitglied der Gruppe Olten und des P.E.N.

Werke

Bücher

  • Ellbogenfreiheit. Patriotische Gedichte. Lenos, Basel 1978
  • Rattenbesuch. Phantastische Erzählungen. Nachtmaschine, Basel 1979
  • Saat ohne Ernte. Legende und Wirklichkeit im Leben des General Johann August Sutter. Nachtmaschine, Basel 1980
  • Die schönste Frau der Stadt. 10 Erzählungen. Orte, Zürich 1981
  • Feinarbeit im Morgengrauen / Laubscher. Zwei Erzählungen. Ritter, Klagenfurt 1981
  • Das Schweigen der Frauen von Masachapa. Erzählungen. Nachtmaschine, Basel 1983
  • Geisterstadt. Erzählungen. Nachtmaschine, Basel 1985
  • Die seltsamen Absenzen des Herrn von Z. Roman. Edition Erpf bei Neptun, Kreuzlingen 1988
  • Tod in den Kastanien. Roman. Edition Erpf, Bern 1990
  • Captain Wirz: Eine Chronik. Ein dokumentarischer Roman. Edition Erpf, Bern 1991
  • Beethovens Fünfte. Roman. Xenon, Basel 1996
  • Ein Kind von Madonna. Irre Geschichten. Cosmos, Muri bei Bern 1999, ISBN 3-305-00385-5
  • Doppelmord am Wisenberg. Kriminalroman. Orte, Oberegg 2006, ISBN 3-85830-133-7

Theater-Aufführungen

  • D’Muetter wott’s wüsse. UA: Stadttheater Bern 1985
  • Tangostunde. UA: Zähringer-Theater Bern 1995

Hörspiele/Radiosendungen

  • Die Literatur Lateinamerikas im Aufbruch. Schweizer Radio DRS, 1978
  • Was hat Jazz mit Literatur zu tun? DRS, 1986/87
  • Die wunderbare Wirklichkeit Amerikas. Zum Werk Alejo Carpentiers. DRS, 1988
  • Henry Wirz: Massenmörder oder Sündenbock? (Hörspiel). DRS, 1990
  • November (Hörspiel). SWF, 1992
  • Gold-Dreck (Hörspiel in 4 Folgen). SWF, 1994
  • Schizophrenie und Poesie (Feature). SWR, 2000

Weblinks

Dieser Text entstand auf Grundlage der Freien Enzyklopädie Wikipedia und wurde am 20.02.2011 hier eingestellt. Der Originaltext wurde unter der GNU Free Documentation License und der Creative Commons Lizenz (CC-BY-SA) veröffentlicht. (Originalversion in der Wikipedia)


Weblinks UB Bern

Jürg Weibel (* 19.8.1944)

Beruf: Gymnasiallehrer

Adresse: Kleinriehenstr. 108, 4058 Basel Heimatort: Gymnasiallehrer


Persönlicher Beitrag

Schreiben ist für mich wie Schachspielen gegen einen imaginären Gegner. Man kennt ein paar Eröffnungen und versucht, sie geschickt in Szene zu setzen, bis man merkt, dass der Gegner einen durchschaut hat. Es gibt eine Milliarde Möglichkeiten, eine Partie zu beenden, und man weiss, dass man nicht einen Millionstel davon ausschöpfen kann. Das ist bitter und erheiternd zugleich. Gewinnt man die Partie, setzt man sich selber schachmatt. Das ist ein unvergleichliches Gefühl. Verliert man die Partie, ist man ausser Gefecht. Dann möchte man nie mehr schachspielen. Bis zur nächsten Partie. Manche verlieren ein Leben lang. Ich habe auch erst 11 Mal gewonnen.

Weblinks UB Bern

Quellen

Dieser Text entstand auf Grundlage der Bibliographie Berner Schriftsteller.